Porzellan

Als weltweit erste Kirchenorgel soll nun die historische Jehmlich-Orgel in der Meißner Frauenkirche mit 37 Pfeifen aus dem „Weißen Gold“, wie das echte Meissener Porzellan auch genannt wird, ergänzt werden.

Weißes Gold trifft historische Pfeifen

In einem weiteren Bauabschnitt soll die Orgel mit einem Pfeifenwerk aus Meissener Porzellan – dem „Weißen Gold“ – ergänzt werden, das der historischen Zeitzeugin einen ganz besonderen Ton verleiht.

Die Technologie wurde möglich durch den Porzellangestalter Ludwig Zepner, dem im Jahre 2000 die Herstellung von Porzellanpfeifen in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen gelang.

Als weltweit erste Kirchenorgel soll nun die historische Jehmlich-Orgel in der Meißner Frauenkirche mit 37 Pfeifen aus dem „Weißen Gold“, wie das echte Meissener Porzellan auch genannt wird, ergänzt werden (c0 – c3). Dieses neue Werk komplettieren 12 Basspfeifen in den Tönen c – H und 9 Diskantpfeifen in den Tönen cs3 – a3.

Das Instrument Orgel und der Werkstoff Porzellan als traditionelle Elemente sollen auf ganze neue Weise kombiniert und zusammengeführt werden. Meißen wird um eine Sehenswürdigkeit reicher, aber auch die christliche Kultur und die daraus resultierenden Werte können so auf neuen Wegen tradiert und vermittelt werden.

Porzellan-Glockenspiel

In einer der gotischen Fensteröffnungen des Kirchturmes hängt seit 1929 das weltweit erste Glockenspiel aus Meissener Porzellan mit abstimmbaren Porzellanglocken. Täglich erklingen zu regelmäßigen Zeiten sechs verschiedene Choräle im Herzen der Stadt.

Die Choräle

  • 6:30 Uhr – Wachet auf, ruft uns die Stimme
  • 8:30 Uhr – Großer Gott wir loben dich
  • 11:30 Uhr – Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre
  • 14:30 Uhr – Wir treten zum Beten
  • 17:30 Uhr – Ein feste Burg ist unser Gott
  • 20:30 Uhr – Lobet den Herren, den mächtigen König

Das Spiel besteht aus 37 Glocken. Jede davon ist unter ihrem Henkel mit der Tonhöhe und den blauen Schwertern – dem Markenzeichen von MEISSEN® – gekennzeichnet. Die Entwicklung des Glockenspiels hatte der damalige Generaldirektor der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen, Max Adolf Pfeiffer, anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Meißen initiiert. Prof. Emil Paul Börner, dem Leiter eines Meisterateliers der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen, gelang mit seinem Team die Herstellung der abstimmbaren Glocken.

Zukünftig soll der besondere Klang des Porzellans auch in der Orgel aufgegriffen werden.